Bevor Körperarbeit für mich ein Feld menschlicher Entwicklung wurde, war Bewegung meine künstlerische Sprache.
Als professionelle zeitgenössische Bühnentänzerin habe ich über viele Jahre durch den Körper wahrgenommen, erforscht und ausgedrückt, wofür Worte nicht ausreichen.
Heute kehre ich mit allem, was seitdem hinzugekommen ist, stärker in diesen künstlerischen Ursprung zurück. Tanz und freie Improvisation verbinden sich mit Stimme, Rhythmus, Trommel, Begegnung und unmittelbarer Wahrnehmung.
Mich interessiert der Moment, in dem Ausdruck nicht mehr gemacht werden muss. Wenn der Körper hört. Wenn Bewegung entsteht, bevor der Kopf sie kennt. Wenn Stimme, Rhythmus und Tanz aus derselben Quelle kommen.
Für mich bedeutet künstlerisches Arbeiten, das Hier und Jetzt im eigenen Körper und im Klang zu erschaffen – denn darin liegen die persönlichste und zugleich kollektivste Geschichte der Vergangenheit, der unbeschriebene, rohe Moment der Gegenwart und der Samen für das, was kommen will.
Ich arbeite dafür unter anderem mit dem Musiker und Komponisten Juan Mesa von La Gomera zusammen: Er übersetzt die Welt in Klang, ich übersetze sie in Körper – Klang wird Körper. Körper wird Klang. Gemeinsam verbinden wir Stimme, Rhythmus, Bewegung und freie Improvisation zu Erfahrungsräumen, in denen Menschen hören, spüren, sich bewegen und einander begegnen. Für Workshops bin ich sowohl allein als Künstlerin buchbar als auch gemeinsam mit Juan als Duo.
Workshops
Unser gemeinsamer Workshop trägt den Leitgedanken „Klang wird Körper. Körper wird Klang.“ Juan beginnt mit Rhythmus, Stimme und einfachen musikalischen Impulsen; die Teilnehmenden hören, antworten und experimentieren mit ihrer eigenen Stimme und ihrem eigenen Rhythmus. Ich führe weiter über Körperwahrnehmung, Bewegung, Resonanz und Begegnung – bis aus Klang Bewegung wird, Bewegung wieder Klang erzeugt und eine gemeinsame, freie Improvisation entsteht. Auch Juans Workshops zu Rhythmus, Stimme und dem Umgang mit Lampenfieber lassen sich mit meiner körperlichen Begleitung verbinden.
Bühne
Gemeinsam gestalten wir improvisierte Auftritte, in denen sich Musik und Tanz einander antworten: Juan stellt seine Stimme und seine Instrumente in den Dienst meiner Bewegung, ich trete in sein musikalisches Feld ein und erweitere meinen Tanz um Stimme und Rhythmus. Es entstehen Konzert mit Tanz, Stimme und Körper, Rhythmus und Bewegung – nicht als festgeschriebenes Stück, sondern als lebendige Arbeit, die aus den Menschen, dem Ort und dem Moment entsteht. Dabei verständigen wir uns jenseits gesprochener Sprache: über Klang, Blick, Rhythmus und Bewegung.