FREIRAUM
Ein Jahr für Körper, Bewusstsein, Beziehung und lebendigen Ausdruck
Ein Jahr, um deinen Spielraum zu erweitern – in dir selbst, in Beziehung und im Leben.
Was FREIRAUM ist
Ein Raum, in dem du für eine Weile nicht sein musst, wer du gelernt hast zu sein.
In dem Rollen, Anforderungen und Vorstellungen davon, wie du sein solltest, an Bedeutung verlieren dürfen – und du dich bewegen, wahrnehmen und erleben kannst, ohne bereits wissen zu müssen, was dabei herauskommt.
Ein wert- und urteilsfreier Raum, der sicher und vertraut werden darf. Ein Raum für Wachstum, Forschung und Selbstbegegnung, in dem das Spektrum unseres Menschseins und das, was du mitbringst, Platz bekommen kann: Kraft und Verletzlichkeit, Wildheit und Stille, Klarheit und Zweifel, Eigenständigkeit und Verbundenheit, Nähe und Rückzug, Sehnsucht und Bedürftigkeit.
Dabei bleibt FREIRAUM nicht außerhalb deines alltäglichen Lebens.
Wie nimmst du dich wahr, wenn Erwartungen an dich gestellt werden? Wenn ein anderer Mensch etwas von dir möchte? Wenn du selbst etwas möchtest? Wenn Nähe oder Rückzug entstehen, wenn du dich nach Verbindung sehnst oder Eigenständigkeit brauchst, wenn Unsicherheit oder Konflikt auftauchen?
Was geschieht, bevor du entscheidest? Und woran bemerkst du, dass du gerade tatsächlich entscheidest – und nicht lediglich einer vertrauten Reaktion folgst?
Es geht darum, die eigene Wahrnehmung zu differenzieren und den Raum zwischen Impuls und Handlung größer werden zu lassen. Eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und ihnen Ausdruck geben zu können. Grenzen zu spüren und zu vertreten. Entscheidungen nicht ausschließlich aus Gewohnheit, Anpassung, Schutz oder äußeren Anforderungen zu treffen, sondern zunehmend aus einem bewussteren Kontakt mit dir selbst und dem, was dir wesentlich ist.
Souveränität bedeutet dabei nicht, immer zu wissen, was richtig ist. Sondern dich selbst auch dort wahrnehmen zu können, wo es keine eindeutige Antwort gibt – und handlungs- und entscheidungsfähig zu bleiben.
Was verändert sich, wenn wir solche Fragen nicht nur verstehen, sondern in Erfahrung bringen?
Wenn du ein Bedürfnis nicht nur kennst, sondern es im Kontakt wahrnimmst, ernst nimmst und ausdrückst? Und ebenso eine Grenze?
Wenn du dich zeigen kannst, ohne schon zu wissen, wie dein Gegenüber darauf reagieren wird? Wenn du Kraft erleben kannst, ohne hart werden zu müssen – und Hingabe, ohne dich selbst zu verlieren?
Wenn du spielen, improvisieren, führen, folgen, zweifeln, widersprechen, still werden oder vollkommen albern sein kannst – und dabei beobachten lernst, was tatsächlich deins ist und was du irgendwann gelernt hast?
Wie viel von dir darf leben?
Und vielleicht noch entscheidender:
Wie kannst du mehr von dir leben und gleichzeitig in Verbindung bleiben – mit dir selbst, mit anderen Menschen und mit dem Leben?
FREIRAUM schafft über ein Jahr einen kontinuierlichen Raum, um genau das zu erforschen. Nicht mit dem Ziel, eine „bessere“ oder vermeintlich authentischere Version deiner selbst herzustellen. Sondern mit der Möglichkeit, deinen inneren und äußeren Spielraum zu erweitern: mehr wahrnehmen, mehr von dir halten, mehr ausdrücken und bewusster wählen zu können.
Warum ein Jahr?
Entwicklung verläuft nicht geradlinig.
Eine Erfahrung kann uns in einem Moment unmittelbar berühren – und wenige Tage später finden wir uns in einer vertrauten Reaktion wieder. Etwas, das in einem geschützten Raum plötzlich möglich erscheint, kann im eigenen Alltag, in Beziehungen oder unter Druck schon wieder ganz anders aussehen.
Genau deshalb ist FREIRAUM auf ein Jahr angelegt.
Es gibt Zeit, Erfahrungen zu machen, mit ihnen zurück ins eigene Leben zu gehen und wiederzukommen. Zu beobachten, was bleibt. Was sich verändert. Wo etwas leichter verfügbar wird – und wo wir immer wieder an ähnliche Stellen gelangen.
Auch die Gruppe verändert sich über Zeit. Vertrauen und Vertrautheit können wachsen. Begegnungen bekommen eine Geschichte. Wir erleben einander nicht nur in einem Ausschnitt, sondern in unterschiedlichen Zuständen, Lebensphasen und Gruppendynamiken. Dadurch kann sichtbar und erfahrbar werden, wie wir uns in Beziehung bewegen – und was sich darin möglicherweise verändert.
Ein einzelner Workshop kann einen starken Impuls geben. Ein Jahr ermöglicht Wiederholung, Vertiefung und Integration.
Dabei folgt FREIRAUM keinem linearen Entwicklungsversprechen. Es gibt kein festgelegtes Ziel, an dem alle nach zwölf Monaten angekommen sein sollen.
Manches wird sich schnell bewegen. Anderes braucht Zeit. Manches kehrt wieder. Etwas, das zunächst nebensächlich erscheint, kann Monate später Bedeutung bekommen. Und nicht jede Entwicklung muss von außen sichtbar sein.
Das Jahr gibt uns die Möglichkeit, nicht nur besondere Erfahrungen zu machen, sondern ihnen Zeit zu geben, Teil des eigenen Lebens zu werden.
Wie wir arbeiten
Bewusstsein & Introspektion
Wir arbeiten mit Introspektion und Meditation, um genauer wahrzunehmen, was in uns geschieht. Gedanken, Gefühle und innere Reaktionen müssen dabei nicht unmittelbar zu einer Handlung werden. Die Fähigkeit, zu beobachten, ohne sofort reagieren zu müssen, kann einen Raum öffnen, in dem neue Entscheidungen möglich werden.
Innere Anteile & Schatten
Wir arbeiten mit inneren Anteilen und Schatten. Unterdrückte oder wenig zugängliche Anteile in uns bekommen hier einen Raum. Wir bringen Bewusstsein dorthin, wo alte Schutz- und Anpassungsmuster unser Erleben und Handeln automatisch mitbestimmen, und üben, diesen Anteilen aus einer erwachsenen und selbstführenden Position zu begegnen. So können sie gehört und integriert werden – und es entsteht mehr Raum für bewusste Entscheidungen.
Körper
Wir arbeiten mit dem Körper. Mit Wahrnehmung, Bewegung, Tanz, Atem, Stimme und Ausdruck. Denn nicht alles, was wir erleben, ist über Denken und Sprache zugänglich. Der Körper kann sichtbar und spürbar machen, was wir kognitiv längst verstanden haben – und ebenso Erfahrungen ermöglichen, für die wir vielleicht noch keine Worte haben.
Beziehung & Begegnung
Wir arbeiten mit Beziehung und Begegnung. In Kontakt mit anderen werden andere Seiten von uns sichtbar als allein. Nähe und Distanz, Bedürfnisse und Grenzen, Führung und Folgen, Zugehörigkeit und Eigenständigkeit können nicht nur besprochen, sondern unmittelbar erlebt werden.
Spiel & Improvisation
Wir arbeiten mit Spiel und Improvisation. Es darf ausprobiert, übertrieben, verändert, verworfen, wiederholt und auch gelacht werden. Nicht alles muss sofort Bedeutung bekommen. Gerade dort, wo ein Ausgang nicht bereits feststeht, können andere Bewegungen, Reaktionen und Ausdrucksmöglichkeiten erfahrbar werden.
Der gegenwärtige Moment
Und wir arbeiten mit dem, was tatsächlich geschieht. Ein vorbereiteter Ablauf gibt Orientierung, aber er steht nicht über dem Moment. Was eine einzelne Person mitbringt, was in einer Begegnung entsteht oder was sich innerhalb der Gruppe zeigt, kann Teil der gemeinsamen Arbeit werden.
Der Moment ist nicht die Unterbrechung des Plans – er ist Arbeitsmaterial.
Dabei wird FREIRAUM traumainformiert und integrativ begleitet. Intensität ist kein Selbstzweck. Grenzen müssen nicht überwunden werden, und niemand muss etwas tun oder zeigen, um „weiter“ zu sein. Unterschiedliche Tempi, ein Nein, Rückzug und Selbstbestimmung gehören ebenso zum Raum wie Ausdruck, Begegnung und Experiment.
Nicht entweder – oder
Nicht zwischen Denken und Fühlen wählen zu müssen.
Nicht zwischen Körper und Bewusstsein.
Nicht zwischen Eigenständigkeit und Verbindung.
Nicht zwischen Kraft und Verletzlichkeit.
Nicht zwischen Führung und Hingabe.
Nicht zwischen Tiefe und Leichtigkeit.
Sondern die eigene Bandbreite größer werden zu lassen und zunehmend wählen zu können, was eine Situation gerade braucht – und was dem eigenen Erleben entspricht.
Was im Laufe des Jahres Raum bekommen kann
FREIRAUM folgt keinem festen Curriculum. Es gibt Themen, Übungen und vorbereitete Erfahrungsräume – und gleichzeitig genügend Offenheit für das, was sich innerhalb der Gruppe und im Leben der Teilnehmenden tatsächlich zeigt.
Selbstwahrnehmung, Bewusstsein & innerer Kompass
Was nehme ich wahr, bevor ich es einordne oder bewerte? Wie kann ich Gedanken, Gefühle und Impulse beobachten, ohne unmittelbar aus ihnen heraus handeln zu müssen? Wie unterscheiden sich eigene Impulse von Gewohnheit, Anpassung oder Erwartung? Und wie kann daraus eine Selbstführung entstehen, die nicht auf Kontrolle, sondern auf Wahrnehmung und bewusster Entscheidung beruht?
Bedürfnisse, Grenzen & Selbstbestimmung
Was brauche und möchte ich? Wie nehme ich ein Ja, ein Nein oder ein Noch-nicht wahr? Wie kann ich Bedürfnisse und Grenzen ausdrücken und gleichzeitig offen dafür bleiben, dass ein anderer Mensch etwas anderes braucht?
Nähe, Eigenständigkeit & Beziehung
Wie bewege ich mich zwischen Verbindung und Rückzug, Zugehörigkeit und Eigenständigkeit? Was geschieht mit mir in Kontakt? Wie kann ich bei mir bleiben, während ich mich auf einen anderen Menschen einlasse?
Innere Anteile, Prägungen & Autopilot
Welche Schutz- und Anpassungsmuster prägen meine Wahrnehmung und meine Reaktionen? Welche Anteile bekommen viel Raum, welche wenig? Wie verändert sich mein Handlungsspielraum, wenn das, was bisher automatisch abläuft, bewusster wahrnehmbar wird?
Körper & Verkörperung
Wie zeigt sich mein Erleben im Körper? Was nehme ich wahr, bevor ich Worte dafür finde? Was verändert sich, wenn etwas nicht nur verstanden, sondern körperlich erfahren, bewegt und verkörpert werden kann?
Kraft, Verletzlichkeit & unterschiedliche Qualitäten des Menschseins
Wie viel Kraft kann ich zeigen? Wie viel Verletzlichkeit? Wie bewege ich mich zwischen Führung und Hingabe, Klarheit und Zweifel, Wildheit und Stille? Nicht mit dem Ziel, überall gleich zu sein, sondern die eigene Bandbreite kennenzulernen und erweitern zu können.
Spiel, Improvisation & künstlerischer Ausdruck
Tanz, Bewegung, Stimme, Spiel und Improvisation eröffnen einen Erfahrungsraum jenseits dessen, was wir bereits über uns wissen oder in Worte fassen können. Wir können ausprobieren, übertreiben, verändern, verwerfen, wiederholen, laut oder leise werden und uns überraschen lassen. Künstlerischer Ausdruck wird dabei nicht als Leistung verstanden, sondern als Möglichkeit, wahrnehmbar und erfahrbar werden zu lassen, wofür vielleicht noch keine Sprache existiert.
Kein lineares Programm
Diese Felder stehen nicht getrennt nebeneinander. Eine Begegnung kann gleichzeitig etwas über Grenze, Beziehung, Körper, einen alten Schutzmechanismus und die eigene Fähigkeit zu entscheiden sichtbar machen.
Deshalb wird FREIRAUM nicht Monat für Monat ein Thema „abarbeiten“.
Wir arbeiten mit dem, was vorbereitet ist – und mit dem, was entsteht.
FREIRAUM ist offen für Menschen aller Geschlechter.
So wie innerhalb eines Menschen unterschiedliche Seiten, Qualitäten und Ausdrucksformen Raum bekommen dürfen, verstehen wir auch die Unterschiedlichkeit der Menschen in der Gruppe als Teil dieses Erfahrungsraums. Verschiedene Geschlechter, Körper, Biografien und Perspektiven dürfen einander begegnen, ohne vereinheitlicht werden zu müssen.
Rahmen
FREIRAUM · Jahresgruppe 2027
- Format
- Feste Jahresgruppe
- Zeitraum
- 2027
- Umfang
- 10 Termine über ein Jahr hinweg, in der Regel einmal monatlich
- Zeit
- Mittwoch oder Donnerstag · 19:00–21:30 Uhr oder 20:00–22:30 Uhr
- Ort
- Hamburg · genauer Raum wird noch bekannt gegeben
- Gruppengröße
- maximal 20 Personen
- Offen für
- Menschen aller Geschlechter
- Teilnahmebeitrag
- Early Bird: 690 €
Regulär: 777 € · für das gesamte Jahr
Ist dir dieser Betrag nicht möglich, sprich mich an. Gemeinsam finden wir eine individuelle Lösung – schreib mir einfach.
Die Gruppe ist als kontinuierlicher gemeinsamer Prozess angelegt. Mit der Anmeldung entscheidest du dich deshalb nicht für einzelne Termine, sondern für die Teilnahme an der Jahresgruppe.
Der feste Wochentag, die genaue Uhrzeit sowie der Veranstaltungsort in Hamburg werden derzeit final abgestimmt und in Kürze bekannt gegeben.
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